Bergedorf, seit 1985, benannt nach Lily Braun, geb. als Amalie v. Kretschmann, verw. Gizycki (2.7.1865 Halberstadt – 9.8.1916 Berlin-Zehlendorf, laut Brockhaus), Schriftstellerin und Frauenrechtlerin
Horn, seit 2001, benannt nach Lisa Catarina Niebank (22. 7. 1913 Hamburg – 4. 4. 1980 Peking), Lehrerin, Widerstand gegen den Nationalsozialismus, verdient um demokratische staatsbürgerliche Erziehung und Förderung internationaler Verständigung
Bergedorf, seit 1985, benannt nach Elisabeth Bruhn, geb. Holz (26.12.1893 Nesserdeich bei Groven Lunden/Norderdithmarschen – ermordet am 14.2.1944 im KZ Neuengamme). Widerstandskämpferin der Widerstandsgruppe Bästlein-Jacob-Abshagen. Hausfrau.
Bahrenfeld, seit 1997, umbenannt nach der jüdischen Kernphysikerin Prof. Dr. Lise Meitner (7.11.1878 Wien – 27.10.1968 Cambridge), vorher hieß das ehemalige Landschaftsschutzgebiet „Flottbeker Drift“
Sinstorf, seit 2017; benannt nach Liselott K.(19.6.1923 Hittfeld–ermordet 27.8.1943 Wien), wohnte in Harburg, erkrankte nach ihrer Einschulung an Meningitis, wurde in die „Landesheilanstalt Am Steinhof“ in Wien verlegt und dort 1943 ermordet; Opfer des Nationalsozialismus
HafenCity, seit 2013, nach Liselotte von Rantzau (9.10.1918 – 25.1.1993), übernahm als Tochter von John T. Essberger 1959 die Tankreederei Essberger, die Anfang der 1920er-Jahre in Hamburg gegründet wurde und die Reederei Deutsche Afrika-Linien hinzukaufte, wirkte auch als Mäzenin.
Barmbek-Nord, seit 1929; nach dem Maler Fritz Lißmann (4.10.1880 Bremen - 27.9.1915 Flandern) und seinen Eltern, dem Opernsänger Friedrich Lißmann (26.5.1847 Berlin - 5.1.1894 Hamburg) und der Opernsängerin Anna Marie Lißmann (22.4.1847 Döbeln/Sachsen - 1928)