Rahlstedt, seit 2017, benannt nach Irma Keilhack (25.1.1908 Hamburg – 3.6.2001), Kauffrau; von 1949 bis 1961 Mitglied des Bundestages; von 1961 bis 1970 Senatorin der Jugendbehörde und zugleich bis 1966 der Behörde für Ernährung und Landwirtschaft; von 1966 bis 1974 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft; danach leitete sie die Hamburger Verbraucherzentrale
Alsterdorf, seit 1985, benannt nach Irma Sperling (20.1.1930 Hamburg – getötet am 8.1.1944 in der Heilanstalt „Am Steinhof“ in Wien), Opfer der Euthanasiemaßnahmen des Nationalsozialismus. Gehörte zu den 228 Mädchen und Frauen, die am 16.8.1943 aus den Alsterdorfer Anstalten in als „Reichspost“ getarnten Bussen in die Tötungsanstalt „Am Steinhof“ in Wien gebracht wurde.
Schnelsen, seit 1993, benannt nach Jacqueline Morgenstein, zwölf Jahre alte Französin aus Paris. Opfer des Nationalsozialismus. Kindermord in der Schule am Bullenhuser Damm
Finkenwerder (2025): nach Johanna Mewes, geb. Röhrig (16.2.1907 Harburg – 5.12.1979 Hamburg), genannt Janne Mees, Mitbegründerin der Lütt Finkenwerder Speeldeel und zeitweise Leiterin der Oold Speeldell.
Neugraben-Fischbek, seit 2020, benannt nach Jenny B., geb. Levy (12.8.1868 Harburg – 19.7.1942 nach Theresienstadt deportiert, dort gestorben am 8.8.1942). Sie wurde als Jüdin 1942 zusammen mit ihrem Ehemann aus Hamburg ins Getto Theresienstadt deportiert und ist dort verstorben.
Ohlsdorf, seit 2007, benannt nach Johanne Henriette Marie Müller (18.7.1841 Dessau - 8.7.1916 Hamburg). Als „Zitronenjette“ bekannt, verkaufte sie tagsüber am Graskeller und nachts in den Kneipen Hamburgs Zitronen; ihre Lebensgeschichte wurde noch zu ihren Lebzeiten in ein Theaterstück gefasst, dadurch wurde sie zu einem Hamburger Original
Neugraben-Fischbek, benannt 2020, nach Johanne G., geb. Wassul (28.6.1876 Tilsit – 26.11.1949 Harburg). Sie half in der Zeit des Nationalsozialismus in Hamburg Zwangsarbeiterinnen aus Osteuropa.
Ohlsdorf, seit 2007, benannt nach Johanne Reitze (16.1.1878 Hamburg – 22.2.1949 Hamburg), von 1919 bis 1921 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft, von 1919 bis 1933 Mitglied des reichsweiten SPD-Parteiausschusses, 1919 eine von 35 weiblichen Mitgliedern der deutschen Nationalversammlung
Alsterdorf, seit 1985, benannt nach Julia Cohn, geb. Cohen (14.10.1888 Hamburg – am 6.12.1941 deportiert nach Riga, gestorben zwischen Dezember 1941 und 1944 in einem Lager bei Riga), jüdisches Opfer des Nationalsozialismus. Lehrerin an der Schule Meerweinstraße und an der Schule für Sprach- und Handelskurse für Auswanderer in der Beneckestraße 6